Glossar
In diesem Glossar erläutern wir kurz die Fachbegriffe, die auf der Website verwendet werden.
A
Absorber
Ein Absorber ist ein Bauelement zur Absorption von Schall. Es gibt poröse Absorbern, die den Schall in Wärmeenergie umwandeln (z.B.Schaumstoffe).
Und es gibt mitschwingende Absorber, wie zum Beispiel den Helmhotz-Resonator. Bei diesem wird eine gelochte Holzplatte vor der Wand montiert. Durch den Abstand läßt sich der wirksame Frequenzbereich verändern. Hauptsächlich werden Resonatoren für tiefe Frequenzen eingesetzt. Zum Verbessern der Wirkung kann der Resonator mit porösem Material gefüllt werden.
Absorbtion
Die Schallschwingungen werden kleiner, weil sie im Absorber in Wärmeenergie umgewandelt werden
Absorbtionsgrad
Ein Maß dafür, wie viel Schallenergie von einem Material absorbiert wird.
Akustik
Die Lehre vom Schall und den hörbaren mechanischen Schwingungen.
Akustik-Decke
Unter einer Raumdecke angebrachte Deckenbekleidung oder abgehängte Unterdecke zur Verbesserung der Raumakustik (meist durch Erhöhung der Absorption und Diffusion).
Akustik-Matte
Auch als Schallschluckmatte oder -platte bezeichnet. An Wänden oder unter Decken angebracht, dient sie der Beeinflussung der Raumakustik.
Anti-Schall
Reduzierung des Schallpegels durch „Auslöschung“ mittels Aussendung gegenphasiger Schallwellen per Lautsprecher. Sehr verbreitet bei Bluetooth-Kopfhörern. Bekannt unter dem Begriff „Noise Cancelling“.
B
Bassfalle
Ein Absorber, der speziell dafür ausgelegt ist, tiefe Frequenzen (Bass) zu dämpfen.
Bewertung
Die Bewertung ist die Korrektur gemessener Schallpegel, um den Einfluß von Intensität, Frequenz und Zeitdauer einer Schallschwingung auf das Hörempfinden zu berücksichtigen.
Blockabsorber
Blockabsorber werden von desone in vielen verschiedenen Größen angeboten. Je nachGröße und Masse reduzieren sie unterschiedliche Frequenzbereiche.
D
Direktschall
Schall, der direkt von der Quelle zu den Ohren gelangt, ohne an Oberflächen zu reflektieren.
Diffusität
Kriterium für die Schallverteilung in Räumen. Gewünscht ist meist ein diffuses Schallfeld, d.h. Vermeidung von Orten im Raum, an denen z.B. verstärkte / abgeschwächte Pegel oder Überlagerungen auftreten.
Diffusor
Bauelement zur Erhöhung der Diffusität oder Streuung. Meist als konvex gekrümmtes Flächenelement oder Element mit unregelmäßiger Oberfläche ausgeführt. Der Diffusor bewirkt eine unregelmäßige Reflektion der Schallwellen. Diffusoren sollen einen möglichst gleichmäßigen Schallzustand an allen Orten eines Raums bewirken.
DIN 52210
Norm, nach der bislang bauakustische Prüfungen der Luft- und Trittschalldämmung ausgeführt werden. Ersetzt durch die Normen DIN EN ISO 140 und DIN EN ISO 717
DIN 8253
Norm, in der die Durchführung von audiometrischen Prüfverfahren festgelegt ist. Es werden die Verfahren zur Luft- bzw. Knochenleitungs-Schwellenaudiometrie, zur Schallfeld-Audiometrie sowie zur Sprachaudiometrie beschrieben.
E
Echo
Wahrnehmung der Reflexion(en) eines (meist impulsartigen) Schallereignisses. Bedingt durch die Trägheit des Gehörs muß die reflektierte Schallwelle mindestens 50 ms nach dem ursprünglichen Schallereignis am Ohr eintreffen, um wahrgenommen werden zu können.
Eigenfrequenz
Die Frequenz, mit der ein schwingfähiges System schwingt, wenn es kurz angestoßen und dann sich selbst überlassen wird.
Entkopplung
Maßnahmen, die Schwingungen und Schallwellen von Bauteilen trennen, um die Übertragung zu reduzieren.
Emission
Die gesamte Abstrahlung einer Schallquelle.
F
Flankenübertragung
Schall, der sich entlang von Wänden oder Decken fortpflanzt, ohne direkt durch sie hindurchzugehen.
Flatterecho
Echo, welches zwischen schallharten, parallelen Flächen mehrmals hin und her reflektiert wird bevor es abklingt.
Frequenz
Anzahl der Schwingungen pro Sekunde. Einheit der Frequenz ist Hertz: 1 Hertz (Hz) = 1 Schwingung pro Sekunde (1/s).
G
Geräusch
Ein Geräusch besteht aus vielen Teiltönen mit unregelmäßiger Stärke und Dauer.
Geräuschpegel
Mittelwert des A-bewerteten Schallpegels von Geräuschquellen.
(A – äquivalente Schallabsorbtionfläche)
H
Helmholtz- Resonator
Resonanzabsorber für tiefe Frequenzen.
Hörbereich
Frequenzbereich des menschlichen Gehörs (ca. 16 – 16.000 Hz).
Hörsamkeit
Die akustische Qualität eines Raums. Kriterien für die H. sind Silbenverständlichkeit und Deutlichkeit.
I
Immision
Einwirkung von Schallwellen auf einen bestimmten Ort.
Isotropie
Ein Zustand, bei dem der Schall in alle Richtungen gleichmäßig verteilt wird.
K
Keilabsorber
Ein Schallabsorber aus Materialien wie Schaumstoff oder Mineralwolle, der speziell zur Dämpfung mittlerer und hoher Frequenzen eingesetzt wird. Die keilförmige Oberfläche trägt zur Diffusion der Schallwellen bei.
Kegelabsorber
Schallabsorber, die speziell für den Einsatz in reflexionsarmen Messräumen konzipiert sind. Sie ermöglichen die Simulation von Freifeldbedingungen mit extrem niedrigen Nachhallzeiten.
Klangeindruck
Der subjektive Eindruck, den der Schall in einem Raum hinterlässt.
Körperschall
Schall, der sich in festen Stoffen ausbreitet. Körperschall kann Luftschall erzeugen (Bsp.: Schwingende Wand regt Raumluft an).
L
Lärm
Geräuschimmision, die Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Arbeitssicherheit des Menschen beeinträchtigt und deshalb als störend oder belästigend empfunden wird. Lärm ist ein subjektiver Begriff. Lärm wird um so störender empfunden, je heftiger und häufiger er auftritt und je länger die Lärmphasen dauern.
Lautheit
Die Lautheit ist eine psycoakustische Größe. Sie dient zur proportionalen Abbildung des menschlichen Hörempfindens. Wenn etwas als doppelt so laut empfunden wird, ist auch die Lautheit doppelt so hoch.
Einheit der Lautheit ist 1 Sone
Lautstärke
Die L. gibt den Empfindungsgrad von Tönen oder Geräuschen an.
Laustärkepegel
Der L. beschreibt den subjektiven Schalleindruck des menschlichen Gehörs, der dadurch entsteht, daß Schallereignisse gleichen Schalldrucks , aber unterschiedlicher Frequenz verschieden laut empfunden werden. Die Einheit des L. ist phon. Eine genaue Messung des L. ist schwierig, weswegen Schallereignisse in der Praxis durch den A-Schallpegel bewertet werden.
Logarithmus
Eine logarithmische Skala ermöglicht die Komprimierung eines Bereichs von Werten, welcher für eine übersichtliche Darstellung auf einer linearen Skala zu groß wäre.
Luftschall
Schall, der sich in Luft ausbreitet. Zur Erzeugung von Luftschall genügen geringste Energien.
N
Nachhallzeit
Die Nachhallzeit ist ein wesentliches Kriterium für den Klang eines Raumes. Ist die Nachhallzeit zu lang kann Sprache unverständlich werden. Angegeben wird sie mit der Zeit, die der Schall braucht, um nach dem Abschalten einer Schallquelle auf ein tausendstel des anfänglichen Schalldruckes abzufallen. Dies enspricht 60 dB.
Ein Maß dafür, wie „hallig“ oder „trocken“ ein Raum klingt.
Veränderbar ist sie mit Absorbern.
Nebenwegsübertragung
Übertragung von Schall über flankierende Bauteile wie (seitliche) Wände oder Decken oder über Rohrleitungen, Hohlräume oder Undichtigkeiten.
Norm-Schallpegeldifferenz
Differenz der Schallpegel zwischen zwei Räumen, wobei der spezifische Raumeinfluss „herausgerechnet“ und der Wert so mit anderen vergleichbar ist.
P
Pegel
Bezeichnung für das logarithmierte Verhältnis einer Größe zu einer Bezugsgröße (z.B. Verhältnis Schalldruck zu Hörschwellenschalldruck gleich Schall-Pegel).
Prüfzeugnis
Bescheinigung einer anerkannten Prüfstelle für den Schallschutz, die Schallmessungen nach den jeweils geltenden Normen durchführt.
R
Raumakustik
Teilgebiet der Akustik, welches sich mit der Hörsamkeit in Räumen befasst.
Raum-im-Raum
Bauweise zur Erzielung hoher Schallpegelabsenkungen. Zwei Räume werden ineinander gebaut. Die Räume bestehen dabei aus Boden, Wänden und Decke. Der Raum zwischen den Wänden wird mit Dämmmaterial gefüllt
Resonanz
Das Mitschwingen eines schwingfähigen Systems, zum Beispiel einer Luftsäule. So hat jeder Raum seine Resonanzfrequenz oder Eigenfrequenz, die durch seine Größe vorgegeben ist. Wenn nun die Resonanzfrequenz einer Tonhöhe in einem Musikstück entspricht, wird dieser Ton im Raum verstärkt.
S
Schall
Mechanische Schwingungen und Wellen im Hörbereich des Menschen. Dieser Schwingungen können sich in gasförmigen, flüssigen und festen Stoffen ausbreiten.
Schallbrücke
(Unerwünschte) Übertragungsstelle für Schallwellen.
Schalldämm-Maß
Maß für die Größe der Schalldämmung.
Schalldämmung
Reduzierung der Übertragung von Schall mittels trennender Bauelemente wie Wände oder Decken (Schallisolation). Nicht zu verwechseln mit Schalldämpfung.
Schalldämpfung
Reduzierung der Übertragung von Schall durch Erhöhung der Reibung mittels absorbierender Stoffe (Schallschluckung). Nicht zu verwechseln mit Schalldämmung.
Schalldruck
Der Schalldruck ist in der Akustik der wichtigste Schallfeldgröße. Die Einheit des Schalldruckes ist Pascal. Und damit identisch mit der Einheit des Luftdruckes.
Schallgeschwindigkeit c
Die Ausbreitungsgeschwindigkeit c der Schallwellen ist vom Medium und der Temperatur abhängig. In Luft bei 20 Grad Celsius beträgt die S. etwa 330 m/s.
Schallpegel
Umgangssprachliche Verkürzung von Schalldruckpegel. Der Schalldruckpegel ist das logarithmierte Verhältnis von (erzeugtem) Schalldruck zum Schalldruck der menschlichen Hörschwelle (bei 1000 Hz). Der Schalldruckpegel wird in Dezibel (dB) angegeben.
Schallschluckstoff
Material zur Schalldämpfung durch Aufnahme von Schallenergie und Umwandlung derselben in Reibungsenergie. Verwendet werden meist poröse Materialien mit hohem Absorptionsgrad in einem großen Frequenzbereich.
Störschall
Schallanteil oder Schallauswirkung, welche(r) sich durch Intensität, Frequenzzusammensetzung oder Informationsinhalt störend auswirkt.
T
Ton
(„Reine“) Schallschwingung einer einzelnen Frequenz mit sinusförmigem Verlauf.
Trittschall
Schall, der beim Gehen oder ähnlicher Anregung von Decken als Körperschall entsteht.
Trittschallpegel
Schallpegel des Trittschalls.
W
Wellenlänge
Länge einer vollständigen Schallschwingung, d.h. ein Wellenberg und ein Wellental.
